LOGISTIK FÜR EINSTEIGER

Die Vielfalt und die Bedeutung des Wirtschaftsbereichs „Logistik“ sind nur wenigen bekannt. Grund genug, mit drei Motiven auf ausgewählte Aspekte aufmerksam zu machen. Die hier gezeigten Motive können sofort heruntergeladen und als Anzeige geschaltet, im Rahmen von Präsentationen oder als Post mit dem #Logistikhelden verwendet werden.

BEEINDRUCKENDE FAKTEN

Natürlich hat die Logistik noch mehr zu bieten, als es drei Motive plakativ vermitteln können. Deshalb haben wir hier für alle, die es genauer interessiert, die wesentlichen Fakten aufgelistet.

Fakt 1: Globale Bedeutung
  • Logistik ist ein zentraler Baustein der Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade Deutschland ist aufgrund seiner zentralen Lage und der hohen Leistungskraft der Wirtschaft ein bedeutender Logistikstandort – ja sogar „Logistikweltmeister“ im Weltbank-Ranking.
Fakt 2: Größe
  • Der Wirtschaftsbereich Logistik ist nach der Automobilindustrie und dem Handel mit 274 Mrd. Euro Umsatz und 3,1 Mio. Beschäftigten der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland.
Fakt 3: Dynamik
  • Logistik ist zugleich eine der dynamischsten Branchen überhaupt. So haben sich die Umsätze in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, während die gesamte Wirtschaftsleistung nur um rund 50 Prozent zugelegt hat. Der zunehmende Online-Handel, die Digitalisierung und Automatisierung sowie die guten Konjunkturdaten sind aktuell die zentralen Treiber für diese Dynamik.
Fakt 4: Leistungsträger
  • Logistische Leistungen werden zu rund 55 Prozent von Unternehmen aus Industrie und Handel erbracht und zu rund 45 Prozent von den etwa 80.000 zumeist mittelständischen Logistikdienstleistungsunternehmen.
Fakt 5: Leistungen
  • Das Spektrum der Logistikdienstleistungen ist breit: Es reicht vom Transport zu Land, zu Wasser, in der Luft und auf der Schiene über die Lagerung, Aufbereitung und Veredelung von Gütern bis hin zum Steuern von weltweiten Versorgungsketten, zu Großprojekten, wie der Demontage, dem Transport und dem Wiederaufbau ganzer Fabrikanlagen oder zu Einsätzen der humanitären Logistik, bei der es gilt, Menschen in Krisengebieten schnell und zuverlässig mit dem Nötigsten zu versorgen.
Fakt 6: Berufe
  • So vielfältig wie die Aufgaben sind auch die Berufe in der Logistik: Über 200 Ausbildungsberufe umfasst der Wirtschaftsbereich, von der Fachkraft für Lagerlogistik bis zum/r Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung, vom/von der Luftverkehrskaufmann/frau bis zum/r Disponenten/in. Auch für Akademiker bietet die Logistik vielfältige Betätigungsmöglichkeiten.
Fakt 7: Studiengänge
  • An rund 110 Hochschulen in Deutschland werden logistische Studiengänge angeboten, von Betriebswirtschaft/Logistik über Logistikmanagement bis hin zu Supply Chain Management. Die Studiengänge können als Vollzeitstudium, berufsbegleitendes Präsenzstudium, Duales Studium oder Fernstudium absolviert werden.
Fakt 8: Qualifizierung
  • Auch für Ungelernte und Geringqualifizierte bietet die Logistik Jobs und Entwicklungsperspektiven. Der DSLV (Bundesverband Spedition und Logistik e. V.) listet auf seiner Website mehr als 250 Weiterbildungsangebote auf. Zahlreiche Logistikdienstleister zeigten angesichts der hohen Zahl an Flüchtlingen in den letzten Jahren viel Engagement, um in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden gering qualifizierten Menschen einen Einstieg ins deutsche Berufsleben zu ermöglichen.
Fakt 9: Stellenangebote
  • Im Logistiksektor sind derzeit rund 60.000 Stellen offen, mehr als in jeder anderen Branche. Dabei sind die Lkw-Fahrer noch nicht eingerechnet – gute Chancen also für einen dauerhaften Job mit Perspektive! Generell sind laut DVF (Deutsches Verkehrs Forum e. V.) vor allem folgende Berufsgruppen in der Logistik gesucht:

    • Fahrzeugführer/in für Lkw-, Bus-, U-Bahn oder als Triebfahrzeugführer/in
    • Ingenieure/innen verschiedener Fachrichtungen
    • IT-Spezialisten/innen und Digitalisierungsfachleute

    Darüber hinaus sind in einzelnen Branchen auch andere Engpässe zu verzeichnen. Im Luftverkehr gibt es großen Bedarf bei den Luftsicherheitsassistenten, Fluglotsen und den Flughafenfeuerwehren. Im Baubereich fehlen Planer, in der Consultingbranche Berater. Im Bereich der Ausbildungsberufe fehlen neben Fahrern auch Maschinisten, Kfz-Handwerker, Techniker, Kaufleute, Verfahrensmechaniker, Disponenten, Mitarbeiter am Terminal, in der Binnenschifffahrt, in der Passagierbetreuung bis hin zur Gastronomie.

Fakt 10: Trend
  • Logistik liegt im Trend: 2018 haben sich mehr junge Leute für eine Ausbildung in der Logistikbranche entschieden als im Jahr zuvor. So ist etwa nach Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung die Zahl der Einsteiger bei den Berufskraftfahrerauszubildenden in 2018 um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das sind in Zahlen 3.951 Nachwuchsfahrer/innen, denen freilich 50.000 Fahrer/innen gegenüberstehen, die in den Ruhestand treten. Bei den Lokführern/Innen sieht es kaum besser aus: 30.000 Lokführer/innen gibt es hierzulande, aber die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer)schätzt, dass rund 1.200 Stellen im Führerstand unbesetzt sind.
Fakt 11: Gehälter
  • Gehälter in der Logistik halten dem Vergleich mit anderen Branchen durchaus Stand. Laut der Hamburger Vergütungsberatung PersonalMarkt verdienen Berufseinsteiger in der Logistik im Mittel knapp 40.000 Euro. Im Stepstone-Gehaltsspiegel liegt die Logistik im Mittelfeld, vor Handel, Öffentlichem Dienst und Medien. Zwar sind die Einstiegsgehälter gerade in niedrig qualifizierten Jobs gering, doch bietet die Logistik Entwicklungsmöglichkeiten. Bei gehobenen Tätigkeiten wie etwa im Supply Chain Management rangiert die Logistik im oberen Mittelfeld. Beispiele (bei 3 bis 5 Jahren Berufserfahrung): Supply Chain Manager 52.000 Euro; Controlling 57.000 Euro; Bilanzbuchhaltung 39.000 Euro; IT-Beratung 59.000 Euro; Personal 47.000 Euro; Strategisches Marketing 50.000 Euro im Jahr.
Fakt 12: Digitalisierung
  • Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich als die Logistik ist derzeit auch so dynamisch mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung sowie mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotik beschäftigt. Einen Gabelstapler zu bedienen, gleicht heute eher dem Spiel an einer Spielkonsole. Digitale Plattformen steuern die Kommunikation zwischen Herstellern, Speditionen und Empfängern von Gütern. Algorithmen berechnen die optimalen Transportrouten und die wegeoptimierten Regalplätze im Lager. Begleitpapiere, Zolldokumente und Ablieferbelege werden digitalisiert.
Fakt 13: Zukunft
  • Lkw fahren demnächst vielleicht autonom. Roboter unterstützen bei der individuellen Zusammenstellung der Waren für den Versand. Drohnen helfen bei der Inventur. Der Trend zur Digitalisierung ist in vollem Gang. Das bedeutet aber nicht, dass weniger Menschen benötigt werden. Die Jobs verändern sich nur im Profil. So ändern sich die Aufgaben eines Kraftfahrers durch das autonome Fahren, aber er wird nicht überflüssig werden.

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